Wien. Die aktuelle Amtszeit des Forschungsrats endet mit Samstag, dem 5. September. Wissenschaftsminister Heinz Faßmann (ÖVP) und Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) haben nun sechs der acht Rats-Mitglieder gebeten, die Geschäfte interimistisch fortzuführen, bis die von der Bundesregierung geplante Neustrukturierung der Beratungsgremien im Forschungsbereich abgeschlossen ist, teilten die Ressorts am Freitag mit.

Die Amtszeit des Forschungsrats endet. - © www.rat-fte.at
Die Amtszeit des Forschungsrats endet. - © www.rat-fte.at

Für zwei Ratsmitglieder ist am 5. September definitiv Schluss: nämlich für Forschungsrats-Chef Hannes Androsch und seinen Stellvertreter, den Genetiker Markus Hengstschläger. Sie haben bereits zwei Amtszeiten hinter sich und scheiden jedenfalls aus. Gewessler und Faßmann dankten den Forschungsräten, speziell Androsch und Hengstschläger, für ihr bisheriges Engagement. Sie hätten damit "einen wesentlichen Beitrag für die Forschungslandschaft in Österreich" geleistet, betonten die Minister.

Handlungsfähig halten

Die anderen sechs Räte - Jakob Edler, Hermann Hauser, Sabine Herlitschka, Helga Nowotny, Sylvia Schwaag-Serger und Klara Sekanina - wurden nun von den beiden für die Bestellung der Ratsmitglieder zuständigen Ministern ersucht, zu bleiben, "um den Rat handlungsfähig zu halten und dabei auf größtmögliche Kontinuität zu setzen". Sie hätten dem bereits zugestimmt und sollen nun einen neuen Vorsitzenden und dessen Stellvertreter wählen.

Die geplante Neuordnung der Beratungsgremien - neben dem Forschungsrat gibt es auch den Wissenschaftsrat - sei durch die vorzeitigen Nationalratswahlen und die vorherrschende Corona-Pandemie verzögert worden, die Diskussion zwischen den Koalitionspartnern noch nicht abgeschlossen. In den nächsten Monaten soll ein Konzept dafür vorgestellt werden.