Ein "Zentrum für Forschung, das der Öffentlichkeit von allen Seiten zugänglich ist" errichten die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und die Bundesimmobiliengesellschaft im alten Universitätsviertel in der Wiener Innenstadt. Pünktlich zum 175. Jubiläum der Akademie sollen die Bauarbeiten im Frühjahr 2022 abgeschlossen sein, gab ÖAW-Präsident Anton Zeilinger am Dienstag vor Journalisten bekannt.

Das im Osten des ersten Wiener Gemeindebezirks liegende Areal, das Wissenschaftsminister Heinz Faßmann als ehemaligen "Schattenteil der Altstadt" bezeichnete, solle mit dem künftigen "Campus Akademie" um Wollzeile, Bäckerstraße und Postgasse eine Belebung durch Forschung erfahren.

34,5 Millionen Euro Budget

Die mit 34,5 Millionen Euro budgetierte Neugestaltung umfasst das denkmalgeschützte ÖAW-Hauptgebäude am Dr.-Ignaz-Seipel-Platz, das zusammen mit Häusern im Alten Universitätsviertel in der Postgasse saniert und modernisiert werden soll. In den einstigen Uni-Gebäuden neben der Jesuitenkirche und Teilen der Bäckerstraße wird seit Jahresbeginn an der Umsetzung des Konzepts des Architekturbüros Riepl Kaufmann Bammer gearbeitet.

Es soll ein Wissenschaftszentrum für 1100 Menschen und die meisten ÖAW-Institute entstehen. Das Hauptgebäude soll inklusive Ausbau der Veranstaltungsräumlichkeiten modernisiert werden. Weiters soll die Bibliothek der Alten Universität renoviert werden. Der 240 Quadratmeter große Saal mit seinem barocken Deckenfresko wurde nach Aufhebung des Jesuitenordens 1773 zur Uni-Bibliothek und wechselte dann Anfang des 20. Jahrhunderts zur Postsparkasse. Er soll nun wieder als Wissens-, Studien- und Lernort für junge Menschen betrieben werden. Auch der ehemalige Garten der Jesuiten - bisher "die schönste G’stätten im Ersten Bezirk" - soll erneuert werden.(est)