Mit Jahresende 2020 verlässt Klement Tockner den Wissenschaftsfonds FWF und wird Generaldirektor der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung. Der FWF schreibt seine Nachfolge aus.

Klement Tockner hat als Präsident die Geschicke des Wissenschaftsfonds FWF seit Mai 2016 maßgeblich gestaltet. "Mit Innovationen im Förderungsportfolio, dem Ausbau von Kooperationen auf nationaler und internationaler Ebene und als starke Stimme für eine unabhängige, wettbewerbsorientierte Grundlagenforschung hat er nachhaltige Akzente gesetzt", heißt es in einer Aussendung von österreichs größter Agentur zur Förderung der Grundlagenforschung.

"Der zentrale Stellenwert exzellenter Grundlagenforschung wird durch die Coronakrise noch verdeutlicht. Mehr denn je benötigen Forschende Österreichs volle Unterstützung, um neue Erkenntnisse gewinnen zu können", unterstreicht Tockner darin sein zentrales Anliegen. Und weiter: "Seit vier Jahren setze ich mich gemeinsam mit einem großartigen Team für Österreichs Forschende ein. Vieles haben wir in dieser Zeit gemeinsam vorangebracht, und der FWF ist fit für die Zukunft – mit einem höheren Förderungsbudget, mehr Kooperationen und einem attraktiven Förderungsangebot für Forschende."

Budgetverhandlungen für die Zukunft

Seit Tockners Amtsantritt konnte das FWF-Bewilligungsbudget auf ein jährliches Volumen von 270 Millionen Euro bis 2021 angehoben werden. "Für Österreich ist es zentral, den Wachstumsweg in der kompetitiven Förderung der Grundlagenforschung auch in Zukunft weiter auszubauen, um dem exzellenten Potenzial der in Österreich tätigen Forschenden gerecht zu werden. Dafür setze ich mich auch weiterhin mit voller Kraft ein", betont Tockner mit Hinblick auf die laufenden Budgetverhandlungen, die auch für die Zukunft des Wissenschaftsfonds entscheidend sein werden.

"Ich bedauere den Weggang von Klement Tockner, der den FWF ausgezeichnet geführt hat und immer ein Mitstreiter war, wenn es um die Stärkung der Grundlagenforschung ging. Und ich freue mich zugleich mit ihm, dass er die Gelegenheit hat, eine prestigeträchtige Forschungseinrichtung leiten zu dürfen", wird Wissencshftasminister Heinz Faßmann in der Aussendung zitiert.

Vor seiner Funktion als FWF-Präsident war der Biologe und Gewässerökologe Klement Tockner Direktor des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) sowie Professor für Aquatische Ökologie an der Freien Universität Berlin. Tockner studierte Zoologie und Botanik an der Universität Wien und wurde dort 1993 promoviert. Vizepräsident Gregor Weihs übernimmt interimistisch die Leitung des FWF.

Klement Tockner folgt in seiner neuen Rolle als Generaldirektor der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung auf Volker Mosbrugger, der nach 15 Jahren in den Ruhestand geht. Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung ist mit mehr als 850 Forschenden und Mitarbeiter/inne/n eine der international führenden Forschungseinrichtungen zum Themenbereich biologische Vielfalt und zugleich das größte Institut der Leibniz-Gemeinschaft. Sie betreibt mit dem Frankfurter Haus auch eines der bedeutendsten Naturkundemuseen weltweit. (est)