Der aus Tirol stammende Direktor für den Bereich Erdbeobachtung bei der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), Josef Aschbacher (57), ist laut italienischen Medien Favorit im Rennen um den Chefposten der ESA, den derzeit der Deutsche Johann-Dietrich Wörner innehat. Der Name von Wörners Nachfolger soll Mitte Dezember nach einer Abstimmung des ESA-Rats bekanntgegeben werden.

Aschbacher ist seit 2016 Direktor für den Bereich Erdbeobachtung bei der ESA. Er arbeitet von Frascati bei Rom aus, wo sich der Sitz des European Space Research Institute (ESRIN) befindet. Er verwaltet das höchste Teilbudget der Europäischen Raumfahrtagentur. Laut italienischen Medien ist Italien bereit, Aschbachers Kandidatur für Wörners Nachfolge aktiv zu unterstützen.

Österreich steuert etwas mehr als zwei Prozent zum ESA-Budget bei. Die internationale Organisation wurde 1975 gegründet, hat 22 Mitglieder und hat sich ausschließlich der friedlichen Nutzung des Weltraums verschrieben. (apa)