Die EU-Forschungsminister, darunter Bundesminister Heinz Faßmann (ÖVP), beschäftigen sich am Freitag in einer Videokonferenz mit der Neuausrichtung des Europäischen Forschungsraums (EFR), insbesondere der von der EU-Kommission vorgeschlagenen Investitionsziele für Forschung und Entwicklung. Dies verlautete im Vorfeld aus dem Wissenschaftsministerium in Wien.

Der deutsche EU-Ratsvorsitz wird die Minister zudem über den Stand der Dossiers im Bereich Forschung und Innovation im nächsten mehrjährigen Finanzrahmen unterrichten. "Die Einigung zwischen EU-Kommission und EU-Parlament auf das EU-Budget bedeutet - vorbehaltlich der finalen Zustimmung der Länder - auch mehr Geld für jene Bereiche, die zentral für die Zukunft Europas sind: Bildung, Forschung und Innovation", begrüßt das Wissenschaftsministerium.

Das EU-Forschungsprogramm Horizon Europe soll demnach mit rund 95,4 Milliarden Euro für die Jahre von 2021 bis 2027 ausgestattet werden, 5,4 Mrd. Euro davon stammen aus dem Corona-Aufbaufonds "Next Generation EU". "Ich freue mich, dass für das Programm Erasmus+ zusätzlich zu den im Sommer auf Ebene des Europäischen Rats vereinbarten 24 Mrd. Euro noch weitere 2,2 Mrd. Euro kommen werden", teilte Jakob Calice, der als Geschäftsführer des Österreichischen Austauschdienstes (OeAD) für die Umsetzung des Programmes in Österreich zuständig ist, in einer Aussendung mit. "Internationalität" sei "eine unverzichtbare Dimension von Wissenschaft und Bildung".

Österreich hat profitiert

"Österreich hat durch diese EU-Programme schon bisher überdurchschnittlich profitiert: Über 1,65 Milliarden Euro an Rückflüssen aus Horizon 2020 nach Österreich, mehr als 4.050 österreichische Beteiligungen und zuletzt immer mehr als 20.000 Erasmus-geförderte Auslandsaufenthalte von Menschen aus Österreich jedes Jahr sind eine wirkliche Erfolgsgeschichte", so Minister Faßmann dazu.

Am Freitag soll es nach Ratsinformationen auch um die jüngsten Fortschritte bei Initiativen im Bereich der offenen Wissenschaft gehen. Darüber hinaus wird die EU-Kommission über den Sachstand bei den europäischen institutionalisierten Partnerschaften und die jüngste gemeinsame wissenschaftliche Stellungnahme zur Verbesserung der Pandemievorsorge und -bewältigung informieren. Nachdem die Amtszeit Deutschlands als EU-Ratsvorsitzland mit Ende des Jahres ausläuft, wird Portugal, das am 1. Jänner das Staffelholz übernimmt, zudem sein Arbeitsprogramm für das 1. Halbjahr 2021 vorstellen. (apa)