Kinder, die sich mit dem Coronavirus anstecken, haben meist keine oder nur milde Symptome. Mehrere Wochen nach der Ansteckung kann aber eine Entzündungsreaktion auftreten. Die Schweizer Kinderspitäler behandelten in den vergangenen Wochen mehrere Fälle.

Beim Pädiatrischen multisystemischen inflammatorischen Syndrom (Pims) kommt es zu einer Überreaktion des Immunsystems mit tagelangem hohem Fieber, wie das Zürcher Universitäts-Kinderspital am Mittwoch schrieb. Häufig leiden die Patienten neben Fieber auch an Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall und Ausschlägen. Erstmals war die Krankheit in der Schweiz im Mai festgestellt worden, nach der ersten Pandemiewelle.

In der zweiten Coronavirus-Welle stellten Kinder-Intensivstationen dann eine Zunahme von Pims-Fällen fest. Über 60 Kinder mit der Krankheit wurden bisher behandelt, die meisten von ihnen in den vergangenen paar Wochen. Insgesamt sei die Krankheit selten, hieß es in der Mitteilung. Erhielten die kleinen Patientinnen und Patienten frühzeitig eine anti-inflammatorische Behandlung, erholten sie sich in der Regel rasch und vollständig. (apa)