Klosterneuburg. Das Institute of Science and Technology (IST) Austria in Klosterneuburg erhält eine weitere Finanzierungsvereinbarung für mindestens zehn Jahre. Ein entsprechendes "Memorandum of Understanding" haben Bildungsminister Heinz Faßmann und NÖ-Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner am Montag unterzeichnet. Demnach soll heuer eine neue Vereinbarung zwischen Bund und Land bis 2036 abgeschlossen und damit der weitere Ausbau des Instituts langfristig gesichert werden.

Für das 2009 eröffnete IST Austria wurde bereits bei der Gründung 2006 eine langfristige Finanzierung sichergestellt. Für den Zeitraum 2017 bis 2026 gab es eine weitere Finanzierungszusage von Bund und Land NÖ in Höhe von rund 1,4 Milliarden Euro. Davon stellt der Bund in Summe maximal 990 Millionen Euro zur Verfügung, die für den Betrieb bestimmt sind, und das Land 368 Millionen Euro für die Infrastruktur. Ein Teil des Geldes ist an die Einwerbung von Drittmitteln und die Erfüllung von Qualitätskriterien gebunden.

Wie Oxford oder Princeton

Ziel sei es, die Zahl der Forschungsgruppen des Instituts von derzeit rund 60 bis zum Jahr 2036 auf rund 150 auszubauen. Damit sollen dann insgesamt rund 2.000 Mitarbeiter am IST beschäftigt sein, derzeit sind es rund 850.

Diese Größe werde es "dem IST ermöglichen, sich wie Oxford und Princeton oder Weizmann als eine globale Marke der Wissenschaft dauerhaft zu etablieren, was für die Gewinnung der besten Professoren und Studenten von entscheidender Bedeutung ist", betonte IST-Präsident Thomas Henzinger. Schon in den letzten Jahren konnte gezeigt werden, "was möglich ist, wenn kompromisslose Entschlossenheit zu Exzellenz und langfristige Planungssicherheit zusammentreffen", so der Institutsleiter.