Menschen, die sich mit der zuerst in Südafrika entdeckten Mutante des Coronavirus angesteckt haben, sind einer neuen Studie zufolge auch vor anderen Varianten besser geschützt. Antikörper aus dem Blutplasma von Menschen, die sich mit der ansteckenderen Variante infiziert haben, hätten bei ersten Tests die Antikörper des ursprünglichen Erregers und der aus Brasilien stammenden Variante gut neutralisiert, teilte das südafrikanische Forscherteam am Mittwoch mit.

Das Ergebnis der Studie der Expertengruppe um den Virologen Tulio de Oliveira weckt Hoffnungen, dass Vakzine gegen die südafrikanische Mutante auch bei künftigen Mutanten schützen könnten. Südafrikas Gesundheitsminister Zweli Mkhize sprach von einer "guten Nachricht für alle".

Einige Virus-Varianten, darunter vor allem die südafrikanische, hatten den weltweiten Impfprogrammen einen Dämpfer versetzt, nachdem sich herausgestellt hatte, dass die bestehenden Impfstoffe weniger wirksam gegen sie sind. Die Impfstoff-Hersteller versuchen seitdem, ihre Formeln auf die mutierten Viren anzupassen.