Wien. Neben dem mit 1,5 Millionen Euro dotierten Wittgenstein-Preis für wissenschaftliches Lebenswerk verliehen Wissenschaftsminister Heinz Faßmann und FWF-Präsident Christof Gattringer am Dienstag die mit je 1,2 Millionen Euro dotierten Start-Preise für aufstrebende Spitzenforscher. Sechs von 102 Antragstellern konnten reüssieren. 54 Prozent der Anträge kamen aus dem Bereich "Naturwissenschaften und Technik", 28 Prozent aus "Biologie und Medizin" und 20 Prozent aus den "Geistes- und Sozialwissenschaften".

Laura Donnay vom Institut für theoretische Physik der Technischen Universität (TU) Wien interessiert sich für Schwarze Löcher und Quanteneffekte nahe dem Ereignishorizont. In ihrem Start-Projekt beschäftigt sie sich mit der Erforschung der von ihr erstmals nachgewiesenen neuen Eigenschaften der Massemonster.

Krebstherapie, Impfungen

Julian Leonard vom Atominstitut der TU Wien forscht derzeit an der Universität Harvard. Der Physiker will einen neuen Quantencomputer realisieren, mit dem Probleme aus der Materialforschung gelöst werden könnten.

Das Forschungsgebiet des Mathematikers Yash Lodha von der Uni Wien ist Gruppentheorie. Er möchte neue Grundlagen über die Symmetrie-Strukturen in Gruppen erarbeiten. Hannes Josef Mikula vom Institut für Angewandte Synthesechemie der TU Wien arbeitet an der Schnittstelle zur Biologie. Um die Krebstherapie zu verbessern, will er Wirkstoffe in die Tumorzelle navigieren.

Der Ökologe Markus Hartmann von der Uni Innsbruck will die Auswirkungen globaler Veränderungen auf Gewässerökosysteme untersuchen. Die Politikwissenschafterin Katharina Theresa Paul analysiert den Stellenwert von Impfungen in der Gesellschaft sowie Kriterien, nach denen Politik, Industrie, Wissenschaft und die Bevölkerung ihre Impfentscheidungen bewerten.