Frankfurt. Antikörpertherapien zur Behandlung von Covid-19 sind schon länger im Gespräch und stehen nun hoch im Kurs. Während sich die USA nun für rund eine Milliarde Dollar Dosen des Covid-19-Medikaments von GlaxoSmithKline und Vir Biotechnology gesichert hat, beantragte unterdessen das Pharmaunternehmen Pfizer in den USA eine Notfallzulassung für seine Arznei Paxlovid.

In klinischen Studien hat die Antikörpertherapie von GSK das Risiko einer Krankenhauseinweisung oder eines Todesfalls bei Erwachsenen mit leichtem bis mittelschwerem Covid-19 und 79 Prozent verringert. In den USA hat sie eine Notfallzulassung. In Europa hat die Arzneimittelbehörde EMA grünes Licht für die Verwendung in den Mitgliedsstaaten gegeben, obwohl die EU-weite Zulassung noch aussteht.

Die in einer jüngsten Studie erzielte "überwältigende Wirksamkeit" des Medikaments von Pfizer verdeutliche, dass oral einzunehmende antivirale Therapien eine entscheidende Rolle im Kampf gegen Covid-19 spielen könnten, salte Konzernchef Albert Bourla.

Molnupiravir zugelassen

Nach Angaben des Unternehmens von Anfang November verhindert die Corona-Tablette sehr erfolgreich schwere Krankheitsverläufe bei Hochrisikopatienten. Eine Zwischenanalyse von Testergebnissen ergab Pfizer zufolge, dass das Medikament das Risiko von Krankenhauseinweisungen und Todesfällen bei Covid-19-Patienten um 89 Prozent senke, teilte das Unternehmen mit. Das gelte bei Behandlungen innerhalb von drei Tagen nach den ersten Covid-19-Symptomen, ähnliche Werte hätten sich bei Behandlungen innerhalb von fünf Tagen ergeben.

Die britische Arzneimittelbehörde MHRA ließ kürzlich die Tablette Lagevrio (auch bekannt unter Molnupiravir) zu. Die EMA hatte Ende Oktober angekündigt, den Einsatz von Molnupiravir zu prüfen.