Wien. Im kommenden Jahr werden zahlreiche Spitzenjobs an den heimischen Universitäten und Forschungseinrichtungen neu besetzt. So brauchen die drei größten Hochschulen des Landes - die Universitäten Wien, Graz und Innsbruck - neue Rektoren. Zudem gilt es, einen neuen Präsidenten der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) zu wählen und eine Entscheidung für die Nachfolge des Präsidenten des Institute of Science and Technology (IST) Austria zu treffen.

Anton Zeilinger hat bereits früh angekündigt, dass seine bis 2022 laufende zweite Amtszeit als Präsident der ÖAW seine letzte sein wird. Der 76-jährige Experimentalphysiker steht seit 2013 an der Spitze der größten außeruniversitären Forschungseinrichtung des Landes. Für seine Nachfolge will eine Findungskommission unter der Leitung des 97-jährigen Biochemikers und Ex-Wissenschaftsministers Hans Tuppy bis zu der für Ende angesetzten Wahlsitzung geeignete Personen aus dem Kreis der zur Kandidatur berechtigten wirklichen Mitglieder der Akademie identifizieren und ansprechen. Ex-Bildungsminister Heinz Faßmann wird schon seit längerem Interesse an dem Job nachgesagt. Amtsantritt des neuen Präsidenten ist Anfang Juli.

IST Austria auf der Suche

An den Unis haben zwei Rektoren im zu Ende gehenden Jahr angekündigt, ihre laufenden Verträge früher zu beenden. Der Rektor der Universtität Wien, Heinz Engl, legt sein Amt Ende September 2022 und damit um ein Jahr früher als geplant zurück. Der Chefsessel wurde Ende November ausgeschrieben. Die Bewerbungsfrist läuft bis 10. Jänner.

Auch der Rektor der Uni Innsbruck, Tilmann Märk, verkürzt seine Amtsperiode um ein Jahr und stellt seinen Posten ab März 2023 zur Verfügung. Die Bestellung eines neuen Rektors ist noch 2022 notwendig. Sowohl Engl als auch Märk sind seit 2011 im Amt. Ebenso an der Uni Graz schied der bisher amtierende Rektor früher aus. Martin Polaschek wurde Bildungsminister. Vizerektor Peter Riedler übernahm interimistisch die Leitung der Uni, die sich nun nach einem neuen Chef umsehen muss. Und auch der Präsident des in Klosterneuburg angesiedelten IST Austria, Thomas Henzinger, hat Ende vergangenen Jahres angekündigt, 2023 aus dem Amt ausscheiden zu wollen. Für die im Sommer ausgeschriebene Position gibt es zahlreiche Bewerber. Die Entscheidung soll im ersten Halbjahr 2022 fallen.

Im kommenden Jahr sollen auch der wissenschaftliche und der kaufmännische Generaldirektor der "GeoSphere Austria" genannten "Bundesanstalt für Meteorologie, Geophysik und Geologie" bestellt werden, zu der ab Anfang 2023 die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) und die Geologischen Bundesanstalt fusionieren.