Vor 200 Jahren wurde der als "Vater der Genetik" geltende mährisch-österreichische Priester und Forscher Gregor Mendel geboren. Die Universität für Bodenkultur (Boku) Wien feiert das Jubiläum mit einem virtuellen Wissenschaftsspaziergang und einem Symposium am Donnerstag und Freitag.

Mendel, geboren am 20. Juli 1822 in Heinzendorf im damaligen Österreich-Schlesien, heute Tschechien, veröffentlichte 1866 in seinem Werk "Versuche über Pflanzen-Hybriden" die nach ihm benannten und heute weltbekannten Vererbungsregeln. Diese wurden erst Jahre nach Mendels Tod 1884 von der akademischen Welt "wiederentdeckt".

Pastor Gregor Mendel entdeckte die Regeln der Vererbung. 
- © apa / Österreichische Nationalbibliothek

Pastor Gregor Mendel entdeckte die Regeln der Vererbung.

- © apa / Österreichische Nationalbibliothek

Umfangreiche Veranstaltungsreihe

Ausgehend von einem Ort dieser "Wiederentdeckung", der heutigen Gregor-Mendel-Straße in Wien-Währing, wo sich das Hauptgebäude der Boku befindet, führt am Donnerstag (10. März, 16 Uhr) der virtuelle Wissenschaftsspaziergang zu mehreren mit Mendel verbundenen Orten in Wien bis zum Gregor-Mendel-Institut (GMI) der Akademie der Wissenschaften (ÖAW) in Erdberg. Per Zoom kann man dabei die Biologinnen und Biologen Barbara Fischer (Uni Wien), Ortrun Mittelsten Scheid (GMI) und Johann Vollmann (Boku) sowie die Künstlerinnen Angela Wiedermann und Evamaria Müller begleiten.

Am Freitagnachmittag (11. März) veranstaltet die Boku dann das wissenschaftliche Symposium "200 Jahre Gregor Mendel: Von Erbsen, Kühen und Menschen", das ebenfalls per Livestream verfolgt werden kann. Dabei dreht sich alles um Genetik bei Pflanzen, Tier und Mensch. (apa/cm/nt/gl)