Der Wissenschaftsfonds FWF stellt eine Million Euro als Krisenunterstützung für vom Krieg in der Ukraine unmittelbar betroffene Wissenschafter zur Verfügung. Diese können ab sofort in laufende FWF-Forschungsprojekte in ganz Österreich aufgenommen werden, teilte die Förderagentur mit, die alle Leiter von FWF-Projekten aufruft, ukrainische Kollegen in ihre wissenschaftliche Arbeit einzubinden.

"Es geht um ein gemeinsames Zeichen der Solidarität, aber vor allem auch um konkrete Unterstützung für Betroffene, die zu uns kommen oder hier leben. Wir möchten dazu beitragen, all jenen wissenschaftliches Arbeiten zu ermöglichen, denen der Krieg diese Möglichkeit genommen hat", erklärte FWF-Präsident Christof Gattringer in einer Aussendung. Die notwendigen zusätzlichen Personalkosten werden vom FWF zur Verfügung gestellt.

Zusammenarbeit mit RSF beendet

Laut FWF können rund 20 bis 30 ukrainische Forscher dadurch eine erste finanzielle Absicherung und die Möglichkeit erhalten, weiterhin wissenschaftlich tätig zu sein. Die Krisenunterstützung gilt für ukrainische Wissenschafter aller Karrierephasen und Bereiche sowie für technisches Personal für bis zu zwölf Monate. Ukrainische Forscher in Österreich, die bereits eine Förderung erhalten haben oder in einem Projekt mitarbeiten, können zudem ihre Vorhaben zeitlich befristet verlängern.

Ende Februar hatte der FWF bekannt gegeben, aufgrund des Einmarsch Russlands in die Ukraine keine neuen Forschungsprojekte mit russischer Beteiligung mehr zu fördern. Zudem hat die Förderagentur die bilaterale Zusammenarbeit mit der Russischen Wissenschaftsstiftung RSF ausgesetzt. (apa/cm/nt/sws)