Nach Start der Forschungsoffensive "Quantum Austria" im Herbst 2021 beginnen nun die ersten Vorhaben. Die Forschungsförderungsgesellschaft FFG hat ein High-Performance-Computing-Projekt im Umfang von 20 Millionen Euro bewilligt, der Wissenschaftsfonds FWF zehn universitäre Projekte in Graz, Innsbruck und Wien im Umfang von 3 Millionen Euro, teilten FWF und FFG mit. Insgesamt ist der aus Mittel des EU-Wiederaufbaufonds gespeiste Fördertopf mit 107 Millionen Euro bis 2026 gefüllt.

Mit der Initiative soll die Grundlagenforschung für Quantentechnologien intensiviert und die Markteinführung innovativer Produkte und Dienstleistungen aus diesem Bereich gefördert werden. Zudem will man damit die bestehenden Kapazitäten im Bereich High-Performance- und Quanten-Computing weiter ausbauen.

Aus dem Schwerpunkt "Update der High-Performance-Computing-Infrastruktur" erhielt das vom "Vienna Scientific Cluster" geleitete Projekt "MUSICA" (Multi-Site Computer Austria) von der FFG eine Förderzusage in Höhe von 20 Millionen Euro. Sein Ziel ist, in den kommenden Jahren eine zusätzliche Forschungsinfrastruktur im Bereich High-Performance-Computing in Österreich aufzubauen, die auch die Basis für eine Koppelung mit einem Quantencomputer liefern soll. In der ersten Ausschreibungsrunde der FFG wurden 27 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 91,25 Mio. Euro eingereicht, die derzeit teilweise noch begutachtet werden.

Beim FWF reichten bisher 33 Wissenschafter aus Universitäten und außeruniversitären Forschungsstätten Quantenforschungsprojekte mit einem Gesamtvolumen von 10,1 Mio. Euro ein. Bewilligt wurden bisher zehn Projekte der Universitäten Wien und Innsbruck sowie der Technischen Universitäten Wien und Graz mit klingenden Projekttiteln wie "Kühlung von Levitierten Quanten-Spin-Diamanten", "Quantum Klystron" oder "Superoszillationen und ihre Zeitenwicklung". In Summe erhalten sie 3,1 Mio. Euro. Zahlreiche weitere Anträge werden vom FWF derzeit international begutachtet und sollen in den nächsten Wochen entschieden werden. (apa)