Ab heute sieht die Welt wieder für eine Woche lang nach Stockholm und Oslo. Doch die Verkündung der diesjährigen Nobelpreise erfolgt in einer besonders Krisen-behafteten Zeit. Während die Welt nach Halt und Hoffnung sucht, werden die renommiertesten Auszeichnungen bekannt gegeben - und das in Gebieten, die heute wohl weit mehr gefordert sind als in der Vergangenheit.

Während der Reigen am Montag mit dem Preis in der Kategorie Medizin eingeläutet wird, sucht die Welt nach zweieinhalb Jahren Pandemie nach wie vor einen Ausweg aus dem Dilemma. Es folgt die Vergabe in den Kategorien Physik und Chemie - in Zeiten der Klimakrise. Und während der Friedensnobelpreisträger verkündet wird, tobt der Krieg in der Ukraine weiter. Die Auszeichnung für Wirtschaftswissenschaften eine Woche darauf erfolgt, während die Menschen mit einer Inflation jenseits der Vorstellungen und stark erhöhten Energiepreisen konfrontiert sind.

Zermonie und Bankett

Der Nobelpreis wurde vom Dynamiterfinder Alfred Nobel gestiftet und ist pro Kategorie mit einem Preisgeld von 10 Millionen Schwedischen Kronen (rund 987.000 Euro) dotiert. Die diesjährigen Preisträger werden zwischen dem 4. und 11. Oktober bekanntgegeben. Übergeben wird der Preis alljährlich am 10. Dezember, dem Todestag Alfred Nobels.

Die Nobel-Stiftung hat beschlossen, die Nobelpreisträger dieses Jahres zusammen mit den Preisträgern der Jahre 2020 und 2021 zur Nobelwoche im Dezember nach Stockholm einzuladen. Eine Preisverleihungszeremonie im Stockholmer Konzerthaus und ein Bankett in der Stockholmer Stadthalle sind ebenfalls geplant. (gral)