Der Gründungspräsident des Institute of Science and Technology Austria (ISTA) in Klosterneuburg (NÖ), Thomas Henzinger, wurde am Freitag mit dem Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse geehrt. Der Informatiker wird sein Amt zu Jahreswechsel an den Molekularbiologen Martin Hetzer übergeben. Der 59-Jährige wurde 2009 zum ersten Chef des damals neuen IST Austria ernannt.

Seither ist die Einrichtung kontinuierlich gewachsen und hat sich hohes wissenschaftliches Renommee erarbeitet. Als "Erfolgsgeschichte des Forschungslandes Niederösterreich" bezeichnete Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) die Entwicklung des ISTA, heißt es in einer Aussendung. Das sei gelungen, weil Henzinger "das Streben nach Exzellenz und das Streben nach Freiheit der Wissenschaft an erste Stelle gestellt" habe.

Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) würdigte Henzingers Entscheidung, nach vielen Stationen im Ausland wieder nach Österreich zurückzukehren: "Er brachte dadurch die Welt nach Klosterneuburg." Unter der Führung des Wissenschafters sei das ISTA zu einer "Einrichtung von Weltrang" geworden. Henzinger wird nach seinem Rücktritt als ISTA-Präsident Professor am Institut bleiben, um sich auf seine Forschung im Bereich der Informatik zu konzentrieren. (apa)