Houston.

In den Startrampen: Die Trägerrakte mit Juno an Bord. - © APAweb / EPA / Dernier
In den Startrampen: Die Trägerrakte mit Juno an Bord. - © APAweb / EPA / Dernier
Der Jupiter bekommt Besuch: Die US-Raumfahrtbehörde Nasa will am Freitag eine Sonde zur Erforschung des größten Planeten unseres Sonnensystems auf den Weg schicken. Die solarbetriebene "Juno", die mit ihren riesigen Sonnensegeln an eine Windmühle erinnert, soll den Gasriesen 2016 erreichen und ihm dabei so nahe kommen wie bisher kein Raumfahrzeug zuvor. 

Die Wissenschaft verspricht sich von der 1,1 Milliarden Dollar teuren Mission wichtige Informationen über Jupiters Atmosphäre und Zusammensetzung - und damit neue Aufschlüsse über die Entstehung des Sonnensystems.

Nach ihrer Ankunft soll "Juno" in eine stark elliptische Umlaufbahn einschwenken, die über die Pole führt. Innerhalb eines Jahres soll die Sonde den Gasriesen dann 33 Mal umkreisen. Dabei soll sie sich den äußersten Wolken des Planeten auf bis zu 5000 Kilometer nähern. Ziel ist es, mehr über den Wasseranteil in der Atmosphäre zu erfahren und herauszufinden, ob der Jupiter einen festen Kern besitzt. Die Nasa will auch mehr über das Magnetfeld nahe den Polen erfahren.

Der Jupiter ist mit einem Durchmesser von rund 143.000 Kilometern nicht nur der größte Planet unseres Sonnensystems - er hat auch am meisten Masse. Er ist außerdem der erste Planet, der sich nach der Entstehung der Sonne formte. Seine Struktur könnte daher wichtige Hinweise auf die Ursprünge des Sonnensystems geben. Der Jupiter besteht vor allem aus Wasserstoff und Helium.