Innsbruck. Mit Investitionen von 75,8 Millionen Euro ist in Innsbruck auf rund 35.000 Quadratmetern ein neues Zentrum für Chemie, Pharmazie und Biomedizin entstanden. Das Gebäude, das von der Leopold-Franzens-Universität und von der Medizinischen Universität Innsbruck gemeinsam genutzt wird, wurde am Montag eröffnet und im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt.

  "Das neue Haus ist ein sichtbares Zeichen für den Chemie- und Biomedizin-Standort Tirol", erklärte Roland Psenner, Vizerektor der Universität Innsbruck. Rund 1.300 Studenten und 500 Wissenschafter sollen in Zukunft in diesem Gebäude lehren, lernen und forschen. "In dieser neuen, hellen und modernen Umgebung ist der Platz entstanden, den die Medizinische Universität Innsbruck benötigt, um einen zukunftsträchtigen Forschungszweig - die Biomedizin und speziell die Krebsforschung - weiter voranzutreiben", ergänzte Herbert Lochs, Rektor der Medizinischen Universität Innsbruck.

 
Labore, Hörsäle und Mensa
Das Erdgeschoß, sowie das erste Obergeschoß des insgesamt fünfstöckigen Gebäudes werden von den beiden Universitäten gemeinsam benutzt. Hier befinden sich die Mensa, Hörsäle, Seminarräume und Unterrichtslabore. Ab dem zweiten bis zum vierten Obergeschoß sind die beiden Universitäten in zwei getrennten Baukörpern untergebracht. Für die Kühlung der Forschungsgeräte und Labors wurde ein eigener Grundwasserbrunnen angelegt, der bis zu 80 Prozent der nötigen Kühlleistung abdeckt.

  Die Bauzeit des neuen Universität Standorts betrug insgesamt drei Jahre. Eigentümer des Gebäudes und auch Träger der Investitionen ist die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG). Für beide Universitäten fallen im Monat rund 540.000 Euro Miete an.