Wien. (ski) Das "Programm zur Entwicklung und Erschließung der Künste" (Peek) des Wissenschaftsfonds FWF wird höher dotiert. Pro Jahr sind statt bisher 1,5 Millionen Euro bis 2016 zwei Millionen Euro garantiert. Das gaben Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle und FWF-Präsident Christoph Kratky am Donnerstag vor Journalisten bekannt. Nicht zufällig wurde am gleichen Tag die erstmals in Wien stattfindende Elia-Konferenz (Elia: European League of the Institutes of the Arts/europäisches Netzwerk der Kunstinstitute) eröffnet.

"Art-based research", wie sie mit Peek gefördert wird, sei, so Kratky, "nicht Forschung über Kunst, sondern Forschung integriert in Kunst". Vorreiter auf diesem Gebiet seien Großbritannien und die skandinavischen Länder. In Österreich gibt ein internationaler Beirat auf der Basis von Experten-Gutachten Förderempfehlungen an das FWF-Kuratorium. Die Qualität der Projekte - nicht nur Kunst-Unis, auch frei Gruppen können solche einreichen - sei stark gestiegen. Jährlich werden um die 50 Anträge gestellt, aber nur sechs oder sieben Projekte neu bewilligt.

Chance für den Nachwuchs


Als beispielhafte Projekte gelten "Die Choreographie des Klanges" (Kunstuni Graz) über die Bedeutung des Räumlichen in der Musik und das "Wiener Gesichtsprojekt" (Uni für angewandte Kunst Wien) über zeitgenössische Praktiken des Porträtierens. Innerhalb der 20 laufenden Peek-Projekte gibt es insgesamt 66 Dienstverträge, eine Chance für den künstlerischen Nachwuchs.

Gerald Bast, Rektor der Universität für angewandte Kunst, betonte die Bedeutung künstlerischer Grundlagenforschung an den Universitäten. Man überlasse ja auch chemische Forschungen nicht ganz der chemischen Industrie oder bilde lediglich die Chemiker an den Unis aus.