London/Stanford. Die Stanford University (USA) ist jene Forschungseinrichtung, die seit dem Jahr 2000 die meisten Nobelpreisträger hervorgebracht hat. Das zeigt eine von Times Higher Education erstellte "Jahrhundert"-Liste. In der "Nationenwertung" führen die USA klar vor Großbritannien, Japan und Deutschland. Es wurden alle Nobelpreisträger in Medizin, Physik, Chemie und Wirtschaft herangezogen, nicht hingegen Literatur- und Friedensnobelpreisträger. Die Laureaten wurden jener Einrichtung zugerechnet, an der sie zum Zeitpunkt der Preisvergabe beschäftigt waren, und gewichtet - je nachdem, ob sie den Preis mit anderen teilen mussten oder nicht.

Seit 2000 gibt es 146 Nobelpreisträger - für Platz eins in der Institutionen-Rangliste reichten Stanford schon sieben Laureaten mit einem gewichteten Score von 3,16. Platz zwei und drei belegen die Columbia und die University of California in Berkeley, gefolgt von sechs weiteren US-Einrichtungen. Als einzige nicht-amerikanische Institutionen schafften es das Technion - Israel Institute of Technology sowie die deutsche Max-Planck-Gesellschaft in die Top Ten.

71 der 146 Laureaten sind US-Amerikaner, vorwiegend Ökonomen (34 Prozent). Zwölf Preisträger sind Briten, zu drei Viertel Mediziner. Die Stärke der Japaner (13 Preisträger) und Deutschen (sieben) liegt dagegen jeweils in der Physik. Die Israelis punkten vor allen in der Chemie. Für Österreich gab es seit dem Jahr 2000 keinen Nobelpreis in Medizin, Physik, Chemie oder Wirtschaft.