Wien. (est) Der Jubiläumsfonds der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) feiert heute, Mittwoch, sein 50-jähriges Gründungsjubiläum. Bisher wurden insgesamt 9800 Forschungsprojekte aus Wirtschaftswissenschaften, Medizinischen Wissenschaften und Sozial- und Geisteswissenschaften mit 765 Millionen Euro unterstützt. Im Jahr 2015 wurden 8 Millionen Euro vergeben.

Anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) am 27. April 1966 wurde damals der "Fonds zur Förderung der Forschungs- und Lehraufgaben der Wissenschaft" - kurz Jubiläumsfonds - ins Leben gerufen. Laut den Gründungsakten sollte mit diesem Jubiläumsfonds eine "Einrichtung von dauerhaftem und allgemeinem Wert" geschaffen werden.

Jubiläumsfonds für Forschung speist Nationalstiftung


Heute ist der Fonds mit 1,5 Milliarden Euro dotiert. Von seinen Erträgen vergibt er jährlich 5 bis
8 Millionen Euro direkt an Forschungsprojekte. Weiters fließen bis zu 75 Millionen Euro vom Jubiläumsfonds in die Nationalstiftung für Forschung, die bei guten Zinserträgen die Budgets der Förderagenturen für Forschung auffettet.

"Der Grundgedanke des Jubiläumsfonds basierte bei der Gründung 1966 darauf, Österreichs Forschungsquote auf Augenhöhe mit führenden Ländern zu bringen. Die OeNB wollte als Wegbereiterin fungieren", heißt es in einer Aussendung des Fonds. Allerdings hatte der Rechnungshof im Vorjahr hohe Kosten bei der Vergabe von Forschungsgeldern bemängelt. Von 2009 bis 2013 seien Projekte mit 46,7 Millionen Euro gefördert worden, laut RH aber ohne Strategie und messbare Ziele. In der Folge wurde diskutiert, den Förderfonds aufzulösen und die Gelder anderen Institutionen zufließen zu lassen - die Idee wurde dann jedoch ad acta gelegt.