Neapel. Archäologen haben nahe der antiken Stadt Pompeji bei Neapel die Überreste eines Rassepferdes ausgegraben. Das Tier habe wertvolles militärisches Zaumzeug getragen, erklärte der Direktor der Ausgrabungsstätte, Massimo Osanna. Das Pferd habe wahrscheinlich einem hochrangigen Militäroffizier, vielleicht einem General gehört, der vor den Mauern von Pompeji in einem Landgut lebte, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa.

Es sei das dritte Pferd, das in dem Stall des Anwesens entdeckt wurde, erklärte die Ausgrabungsstätte. Im Mai war es Archäologen dort gelungen, mit einem plastischen Gipsabdruck den kompletten Körper eines Pferdes nachzuformen. Dafür wurde der Hohlraum, den das Tier in dem erhärteten Gestein hinterlassen hat, mit Gips ausgefüllt.

In den vergangenen Monaten hat es mehrere spektakuläre Funde am Ort der antiken Stadt gegeben, die beim Ausbruch des Vulkans 79 nach Christus unter einer Ascheschicht begraben und somit weitgehend konserviert wurde. Pompeji zieht Jahr für Jahr Millionen von Touristen an.