In den USA entwickelt man immer stärkere Raketenmotoren. Dort reichen jetzt fünf Riesentriebwerke für die unterste Stufe der Mondrakete Saturn-V aus. Im Osten tut man sich schwer beim Bau großer Brennkammern und setzt aufs Bündelungsprinzip. Hier arbeiten viele schwächere Triebwerke zusammen. In der ersten Stufe der sowjetischen Mondrakete N-1 sind es sogar 30. Treibstoffzuleitung, Ventilsystem, Steuerung - alles wird dadurch hochkomplex.

Im März 1969 blickt die UdSSR auf insgesamt drei geglückte bemannte Sojus-Flüge im Erdorbit zurück. Das Schiff soll zusammen mit einer kleinen Landefähre zum Mond geschossen werden. Dazu braucht man die N-1. Deshalb hat Moskau im Februar mit einer Serie von Raketenteststarts begonnen, freilich ohne Besatzung. Jeder der vier Versuche wird in einer Explosion enden. Damit rückt der Mond für die sowjetischen Kosmonauten endgültig in unerreichbare Ferne.