Teile des Lagers wurden ab 1919 als Lehrlingserholungsheim genützt. Die Stadt Gmünd, in der es bisher kein Spital gab, kaufte einige Baracken und Personalhäuser des Lagers auf und eröffnete im November 1919 ein kleines Krankenhaus. Bisher mussten Kranke aus Gmünd mit der Feuerwehr in andere Krankenanstalten gebracht werden.

Große Teile des Lagerareals wurden für Wohnzwecke, meist Substandard, umgebaut und als Industrieflächen genutzt.

Einige wenige Reste des alten Lagers sind heute noch zu sehen, wie etwa das Eingangstor und einige Baracken, die nach Renovierungen für gewerbliche Zwecke genutzt werden. Der ehemalige Lagerbereich heißt heute Gmünd Neustadt und ist in erster Linie Wohngebiet.

Seit einigen Jahren beschäftigt sich eine engagierte Gruppe rund um Manfred Dacho, früher Stadtamtsdirektor, Franz Drach, Geschichtsprofessor i.R. an der Handelsakademie, und den Stadtarchivar Harald Winkler mit Unterstützung der Stadtgemeinde mit der Aufarbeitung der Lagergeschichte. Im Mai 2019 wurde in einem der Häuschen des Eingangstores mit EU-Förderung ein kleines Museum eröffnet, das die Geschichte des Lagers und das politische und historische Umfeld sehr anschaulich dokumentiert.