Italiens Kulturministerium schreibt die Direktorenstelle für den archäologischen Park in Pompeji international aus. Gesucht wird einen Nachfolger für den Kulturmanager Massimo Osanna, der die archäologische Stätte seit 2015 leitete und jetzt zum Generaldirektor der staatlichen Museen in Italien avanciert

Um einen passenden Direktor zu finden, wurde im Magazin "The Economist" eine Annonce geschaltet. Die Bewerbungen müssen beim Ministerium bis 3. November eingereicht werden, kündigte der italienische Kulturminister Dario Franceschini an.

Eine internationale Jury soll den Namen des Wettbewerbsiegers bis März 2021 bekanntgeben. Die Regeln des Wettbewerbs sind auf der Webseite des Kulturministeriums (www.beniculturali.it) abrufbar. Es sei einmalig, dass ein Kulturministerium mit voller Transparenz einen internationalen Wettbewerb für die Suche nach den besten Museumsdirektoren ausschreibe, erklärte der Minister.

Besucheranstieg bis zum Jahr 2019

Seit Italiens staatliche Museen 2014 die Autonomie erlangt haben, sei die Zahl der Museumsbesucher um 34 Prozent auf 54,6 Millionen im Jahr 2019 gestiegen. Nach der Coronapandemie nehme die Zahl der Besucher in Pompeji wieder zu. "Das ist ermutigend", sagte Franceschini. 2020 sei das Gelände von 450.000 Personen besucht worden. Das ist die Zahl, die 2019 in einem Monat den archäologischen Park zu Füßen des Vesuvs besichtigt hatten.

Im Zeitraum 2014-2019 sei die Zahl der Besucher in Pompeji um 47 Prozent von 2,6 Millionen auf vier Millionen Personen gestiegen. Die Einnahmen durch den Kartenverkauf verdoppelte sich von 21 Mio. Euro auf 41 Mio. Euro. (apa)