Hallstatt/Wien. Der im Jahr 2011 am Hallstättersee gefundene Goldschatz aus der Bronzezeit kehrt vorübergehend heim: Er wird ist derzeit im Welterbemuseum in Hallstatt bis 13. September ausgestellt. Danach wird er wieder im Naturhistorischen Museum aufbewahrt und ist dort als Glanzstück im neuen Goldkabinett zu sehen, teilt das Haus in einer Presseaussendung mit.

Der Schatzfund mit einem Gesamtgewicht von über einem halben Kilogramm besteht aus 14 Schmuckstücken - verzierte Armspiralen und Spiralringe. Die Archäologen ordnen den Fund in die späte Bronzezeit in Mitteleuropa zwischen 1.200 und 1.000 vor Christus ein. Möglicherweise steht er im Zusammenhang mit dem bedeutendsten urzeitlichen Salzbergbau Europas in Hallstatt. Die chemische Analyse weist auf "Seifengold" hin, das aus Flüssen gewaschen wird. Genauere Analysen zur Bestimmung der Herkunftsregion sind geplant.

Der Fund soll ab dem 30. September im neu eingerichteten Goldkabinett ausgestellt werden, das im Zuge des Generalumbaus der prähistorischen Schauräume derzeit neu eingerichtet wird. Dort sollen Objekte aus über 6.000 Jahren präsentiert werden. Darunter befinden sich auch die berühmten jungsteinzeitlichen Goldscheiben aus Stollhof an der Hohen Wand aus dem 4. Jahrtausend vor Christus.