Es blieb dennoch viel zu tun. Nach dem Ende der Kampfhandlungen begann Kissinger das, was als "Shuttle-Diplomatie" in die Geschichte eingegangen ist: seine Reisen zwischen Kairo, Tel Aviv und Damaskus. Das Ziel dieser Politik formulierte Kissinger damals in einer geheimen Sitzung so: "Wir müssen den Arabern beweisen, dass es für sie günstiger ist, mit uns ein gemäßigtes Programm zu verfolgen, als mit den Russen die Verwirklichung eines radikalen Programms anzustreben."

Am Ende dieser Entwicklung stand 1978 das Camp-David-Abkommen: die Rückgabe der Sinai-Halbinsel an Ägypten und der Friedensvertrag zwischen Ägypten und Israel. Sadat zahlte dafür mit seinem Leben. Am 6. Oktober 1981, am achten Jahrestages des Beginns des Jom-Kippur-Krieges, wurde er Opfer eines Attentates.