Im Rahmen des Climate Change Centre Austria Netzwerks werden neue Klimaszenarien für Österreich erarbeitet. Diese sollen unterschiedliche Entwicklungen beim Ausstoß von Treibhausgasen sowie den aktuellen Stand der Forschung und Klimamodellierung berücksichtigen. Dies ist offenbar ein aufwendiger Prozess, da die neuen Daten ab 2026 verfügbar sein und die derzeit verwendeten Österreichischen Klimaszenarien 2015 (ÖKS15) ersetzen werden, hieß es am Freitag.

"Klimaszenarien zeigen, wie sich in den nächsten Jahrzehnten Temperatur, Regen, Schnee und andere Parameter entwickeln können", sagte Matthias Themeßl von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). Dabei wird von verschiedenen Voraussetzungen ausgegangen - von der Einhaltung der Paris-Ziele bis zu einem ungebremsten Ausstoß von Treibhausgasen. Diese Unterschiede hätten einen massiven Einfluss auf das regionale Klima Österreichs.

Hilfe bei Investitionen

Die Klimaszenarien sind in den vergangenen Jahren eine wichtige Basis für die langfristige Planung und für Investitionsfragen in nahezu jedem Bereich geworden. Etwa für Energie- und Wasserversorgung, Land- und Forstwirtschaft, Tourismus, Bauwirtschaft, Einsatzorganisationen sowie für Gemeinden, Länder und Bund.

2015 sind hierzulande erstmals einheitliche Klimaszenarien veröffentlicht (ÖKS15) worden. "In die Entwicklung der neuen Klimaszenarien fließen die neuesten Erkenntnisse der Forschung ein, zum Beispiel Klimamodelle, die Gewitter auflösen können, oder die explizite Abschätzung der Robustheit der Aussagekraft der bereitgestellten Klimainformationen in sehr gebirgigen Regionen oder in großen Städten", betonte Angelika Wolf vom Climate Change Centre Austria.

Als Kickoff soll am 13. Jänner 2023 ein online Informations-Event stattfinden. Koordiniert und vorangetrieben wird die Entwicklung der neuen Klimaszenarien von einem Konsortium von Klimafolgenforschungsorganisationen, geleitet vom Climate Change Centre Austria und der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik. Das Konsortium besteht des Weiteren aus den Universitäten Graz, Innsbruck und Wien, der Universität für Bodenkultur Wien sowie der Weatherpark GmbH und dem Austrian Institute of Technology. (apa/af/hai)