Klagenfurt. Die Landessanitätsdirektion Kärnten hat am Mittwoch bekanntgegeben, dass zwei weitere Personen an Masern erkrankt sind. Ein weiterer Verdachtsfall hat sich hingegen nicht bestätigt.

Damit gab es am Mittwoch in Kärnten zwölf bestätigte Masern-Erkrankte und einen Verdachtsfall. Am Nachmittag war die Bevölkerung unter dem Motto "Langer Abend des Impfens" dazu aufgerufen, sich immunisieren zu lassen. Alle Gesundheitsämter boten diese Möglichkeit von 16.00 bis 19.00 Uhr an.

EU und WHO werben für das Impfen

Wegen der Ausbreitung der Masern in Europa trommeln die EU und die Weltgesundheitsorganisation WHO gemeinsam für das Impfen. Bei 80.000 Maserninfektionen in Europa habe es 2018 mehr als 70 Todesfälle gegeben, erklärten die WHO und das EU-Präventionszentrum ECDC am Mittwoch zum Start der Europäischen Impfwoche. Die Daten für die ersten Monate 2019 deuteten darauf hin, dass der Trend sich fortsetze.

Fortschritte hin zu den UN-Entwicklungszielen und Gesundheitsschutz seien Priorität in Europa, betonten die beiden Organisationen: "Die Ausrottung der Masern und der Röteln und der Schutz für Kinder und Erwachsene vor anderen durch Impfung vermeidbarer Krankheiten ist ein entscheidendes Element zum Erreichen dieser Ziele." Nötig sei dafür gemeinsames und verantwortliches Handeln. (apa)