Graz. Die Belastung ist dieser Tage für viele Menschen eine ungewohnte - Unsicherheiten über Gesundheit, Job, Zukunft schleichen sich ins Denken. Forscher des Instituts für Psychologie der Uni Graz wollen zum Thema "Was macht Corona mit der Psyche?" das Befinden der Bewohner Österreichs erheben und haben eine Online-Erhebung gestartet. Die Beantwortung dauert etwa 15 Minuten und ist anonym.

Welche psychischen Auswirkungen hat die Corona-Krise und welche Bedürfnisse entstehen daraus? Damit will sich das Team um Andreas Schwerdtfeger vom Arbeitsbereich Gesundheitspsychologie beschäftigen. Ziel ist, nötige Maßnahmen zur Betreuung und Behandlung Betroffener entwickeln zu können. Mit ihrer Studie richten sich die Forscher an alle Menschen in Österreich.

Online-Fragebogen

Erhoben wird in 45 Fragekomplexen etwa, wie viele Personen im Haushalt leben, ob man etwa im Homeoffice arbeitet und ob man Haustiere hat. Auch auf die aktuelle Situation wird mit der Frage eingegangen, wie viele Stunden man täglich zuhause verbringt und welche körperlichen Aktivitäten man setzt. Die Forscher möchten ferner wissen, welchen Wissenstand man über Covid-19 hat und welche Information man sich noch wünscht und wie sich derzeit soziale Kontakte gestalten.

"Die Teilnahme an unserer Studie bedeutet einen unschätzbar wertvollen Beitrag zur Identifizierung psychischer Ressourcen und Entwicklung von Betreuungs- und Behandlungsmaßnahmen bei psychischen Belastungen, die durch diese Krise entstehen bzw. entstanden sind", unterstreicht Claudia Traunmüller, Leiterin der Untersuchung, in einer Aussendung. Man hoffe, einen möglichst großen Ein-und Überblick über die Gesamtbevölkerung zu erhalten. Der Fragebogen ist untersurvey2.edu.uni-graz.at/624923/lang-de abrufbar.