Im Zuge der Corona-Pandemie ist das Kawasaki-Syndrom, eine seltene Gefäßerkrankung bei Kindern, wieder in die Schlagzeilen geraten. In mehreren Ländern hatten Ärzte bei infizierten Kindern Kawasaki-ähnliche Symptome festgestellt. Während ein Zusammenhang zwischen den beiden Krankheitsbildern bisher noch nicht nachgewiesen werden konnte, ist nun sein Entdecker, der japanische Kinderarzt Tomisaku Kawasaki im Alter von 95 Jahren gestorben, wie das von ihm gegründete Forschungszentrum am Mittwoch mitteilte.

Der japanische Kinderarzt Tomisaku Kawasaki. - © APAweb / afp/Japan Kawasaki Disease Research Center
Der japanische Kinderarzt Tomisaku Kawasaki. - © APAweb / afp/Japan Kawasaki Disease Research Center

Kawasaki hatte sein Forschungszentrum bis zum letzten Jahr geleitet und sich bis zuletzt für ein besseres Verständnis der von ihm entdeckten Krankheit eingesetzt.

Bei dem Kawasaki-Syndrom handelt es sich um eine seltene Gefäßerkrankung bei Kindern, die bis zum Organversagen führen kann. Tomisaku Kawasaki hatte die Erkrankung in den 1960er Jahren erstmals entdeckt, als er Kinder mit Fieber, roten Augen und Ausschlag behandelte. (apa)