Wien. Die Entwicklung eines möglichen Covid-19-Medikaments mit Antikörpern aus Blutplasma von Genesenen - auch aus Österreich - geht in einen entscheidenden Schritt. In Phase III der klinischen Studie werden nun Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit an Patienten getestet, teilte der Pharmakonzern Takeda in Österreich am Freitag mit. Das Mittel ist zur Behandlung erwachsener Spitalspatienten gedacht, bei denen im Rahmen einer Infektion ein ernsthaftes Risiko von Komplikationen besteht.

Bei der geplanten Behandlung handelt es sich um eine intravenöse Hyperimmunglobulin-Therapie (H-Ig) aus Blutplasma. Bei einem Erfolg könnte dies eine der ersten Behandlungsoptionen für Krankenhauspatienten mit Covid-19 werden, hieß es. An der klinischen Phase-III-Studie werden Patienten an bis zu 58 Standorten in 18 Ländern teilnehmen. Die Betroffenen erhalten standardmäßig auch das Medikament Remdesivir, das schon seit dem Frühjahr gegen Covid-19 eingesetzt wird.

Das National Institute of Allergy and Infectious Diseases, ein Teil der National Institutes of Health des US-Gesundheitsministeriums, sponsert die Studie.