Die Forschung konnte möglicherweise einen Durchbruch in Sachen Covid-Impfung erzielen. Das deutschen Unternehmen Biontech spricht von einer 90-prozentigen Wirksamkeit, schwere Nebenwirkungen seien bei dem mit Pfizer entwickelten Impfstoff bisher nicht registriert worden.

Die EU-Kommission hat umgehend reagiert und bereits einen Vertrag zur Lieferung des vielversprechenden Impfstoffs fertig ausgehandelt. "Die Verhandlungen mit der Pharmaindustrie sind abgeschlossen", bestätigten Kommissionskreise am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel. "Der Vertrag ist in trockenen Tüchern."

Nur die Österreicher zeigen sich skeptisch gegenüber einer Impfung: Laut einer repräsentative Online-Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschug (GfK) unter 1.005 Teilnehmern, die von Ende September bis Anfang Oktober durchgeführt wurde, würden sich nur rund 54 Prozent der Österreicher gegen Covid-19 impfen lassen. Eine knappe Mehrheit, die aber laut IfW-Präsident Gabriel Felbermayr bereits genügen könnte, um die Konjunktur wieder anzukurbeln und die Beschränkungen weitgehend aufzuheben. 

Angst steht ganz oben auf der Sorgenliste

Fast die Hälfte der Befragten gab in der GfK-Studie weiter an, durch die ersten Ausgangsbeschränkungen psychisch belastet worden zu sein. Nach Ende des Lockdowns habe sich das aber gebessert, hieß es bei der Vorstellung der Ergebnisse. Für 43 Prozent stellten das Coronavirus und die daraufhin ergriffenen politischen Maßnahmen eine sehr starke bzw. starke Belastung dar. Bei zwei Drittel habe der psychische Stress nach Ende des ersten Lockdowns aber wieder abgenommen.

Drei von vier Befragten fühlten sich zum Zeitpunkt der Umfrage im Auftrag der Wiener Städtischen gesund oder sehr gesund. Genauso viele gaben an, dass sie selbst oder ein Familienmitglied zur sogenannten Risikogruppe gehören. "Die Angst vor einer Pandemie und die Angst um die eigene Gesundheit stehen ganz oben auf der Sorgenliste", betonte Studienautorin Ursula Swoboda von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Das sehe man auch in der Impfbereitschaft, wo 54 Prozent angaben, sich gegen das Coronavirus impfen lassen zu wollen. Über ein Drittel (37 Prozent) möchte dies sogar im ersten Monat tun, nachdem ein Impfstoff zur Verfügung steht.

Viele haben im Lockdown an Gewicht zugelegt

Um abseits von Impfungen möglichst gesund zu bleiben und Krankheiten abzuwenden, gibt es Kontroll- und Vorsorgeuntersuchungen. Rund 40 Prozent gaben an, einen solchen Arzttermin während des ersten Lockdowns im Frühjahr abgesagt zu haben. "Es ist wichtig, Österreicherinnen und Österreicher aufzufordern, auch in diesen Zeiten ihre geplanten Kontroll- und Vorsorgetermine durchzuführen, weil sie eine Investition in die Zukunft sind", betonte Wendler. Ein Großteil der Personen, die während dieser Zeit medizinisch versorgt wurde, gab an, damit sehr zufrieden bzw. zufrieden gewesen zu sein (62 Prozent).

Das Ausmaß der sportlichen Ertüchtigung und die Ernährungsgewohnheiten haben sich beim Großteil während der ersten Ausgangsbeschränkungen nur wenig verändert. Dennoch gab rund ein Drittel an, dass sich das eigene Gewicht verändert habe. Während jeder Zehnte abgenommen habe, legten knapp mehr als 20 Prozent an Gewicht zu.