Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat dem Biotech-Unternehmen Regeneron für seinen Antikörper-Cocktail zur Behandlung von Covid-19 in den USA eine Notfallzulassung erteilt. Die Casirivimab und Imdevimab genannten Mittel sollen bei milden bis mittelschweren Covid-Erkrankungen eingesetzt werden, bei denen ein hohes Risiko eines schweren Verlaufs bestehe - zur Behandlung von Patienten ab zwölf Jahren. Patienten, die sich im Krankenhaus befinden oder Sauerstoff benötigen, dürfen das Medikament nicht bekommen.

Sitz der Food And Drug Administration in White Oak, Maryland. - © APAweb / AFP, GETTY IMAGES NORTH AMERICA, Sarah Silbiger
Sitz der Food And Drug Administration in White Oak, Maryland. - © APAweb / AFP, GETTY IMAGES NORTH AMERICA, Sarah Silbiger

Die FDA erteilte die Zulassung nach einer klinischen Studie mit 799 Erwachsenen mit leichten bis mittelschweren Covid-19-Symptomen, die nicht im Krankenhaus waren. Nach Angaben der "New York Times" erhielt Regeneron von der US-Regierung mehr als 500 Millionen Dollar (rund 421,5 Mio. Euro) für die Entwicklung des Medikaments. Die ersten 300.000 Dosen werden von der Regierung kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Patienten müssen jedoch möglicherweise Kosten an Gesundheitseinrichtungen zahlen, um das Medikament verabreicht zu bekommen, teilte der Arzneimittelhersteller in einer Erklärung mit.


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Zelleintritt soll verhindert werden

Der Antikörper-Cocktail soll verhindern, dass das Virus in die Zelle eintreten kann. Die Behandlung führt dem Unternehmen zufolge zu einer Reduzierung der Viruslast, also der Menge an nachweisbaren Viren, und zu einem rascheren Abklingen der Symptome. Am stärksten profitierten demnach diejenigen Probanden, deren Immunsystem noch keine eigenen Antikörper gegen das Virus gebildet hatte. Die Antikörper richten sich gegen zwei Regionen des Spike-Proteins auf der Oberfläche des Sars-CoV-2-Virus.

Nach seiner Genesung von Covid-19 hatte US-Präsident Donald Trump im Oktober für die Behandlung der Krankheit mit dem Antikörper-Cocktail von Regeneron geworben. Das Medikament sei keine Behandlungsmethode, sondern ein "Heilmittel" und ein "Wunder", das bald allen zur Verfügung stehen solle, hatte er versprochen. (apa, dpa)