Die Wahrscheinlichkeit, dass sich Hunde und Katzen bei ihren an Covid-19 erkrankten Besitzern mit Sars-CoV-2 infizieren, ist sehr hoch: Eine Studie der Universität Utrecht, die 196 Hunde und Katzen von erkrankten Besitzern untersuchte, stellte fest, dass sich rund 20 Prozent ebenfalls mit dem Virus infiziert hatten. Die Haustiere hatten keine oder leichte Symptome. Wie die Studienleiterin, die Veterinärmedizinierin Els Broens, erklärt, ist dieses Ergebnis bedenkenswert: Man weiß schon länger, dass sich auch Hunde und Katzen infizieren können, und Katzen können das Virus auch an ihre Artgenossen weitergeben, aber es ist unklar, wie sich das Virus in seinen neuen Haustier-Wirten entwickelt.

Der Grund, warum die Haustiere kaum Krankheitssymptome haben, liegt darin begründet, dass das Virus auf Menschen spezialisiert ist und sich noch nicht an andere Spezies angepasst hat, wie Els Broens im E-Mail erklärt. "Bis jetzt gibt es keine Evidenz dafür, das sich Menschen bei Haustieren mit Covid-19 anstecken können, aber wir können das nicht komplett ausschließen. Von einer Nerzfarm in den Niederlanden ist bekannt, dass es eine Übertragung von den Menschen auf die Nerze und dann wieder zurück zu den Menschen, den Angestellten der Nerzfarm, gibt. Aber das ist eine völlig andere Situation, da es 10.000 oder mehr Nerze auf einer Farm gibt und die Angestellten den ganzen Tag auf diesen staubigen Farmen arbeiten."

Broens empfiehlt dennoch, dass Menschen, wenn sie Covid-19 haben, Abstand von ihren Haustieren halten, um die Chancen für das Virus, dazuzulernen, zu minimieren. Anders als Katzen geben Hunde das Virus nicht untereinander weiter. (cal)