Die Covid-19-Impfung schützt nicht nur vor der Erkrankung selbst, sondern kann auch Menschen psychisch wieder Sicherheit geben und die Häufigkeit von depressiven Zuständen verringern. Das hat eine groß angelegte US-Studie mit rund 8.000 Teilnehmern gezeigt. Es handelt sich um eine Auswertung regelmäßig durchgeführter repräsentativer Erhebungen im Rahmen des Langzeit-Projektes "Understanding America Study" (UAS) mit Erwachsenen im Alter über 18 Jahren. Dabei wird auch regelmäßig die psychische Belastung über einen international in der Wissenschaft gebräuchlichen standardisierten Fragebogen erhoben.

"Ab 23. Dezember 2020 wurde bei den Erhebungen auch gefragt, ob die Teilnehmer schon ihre erste Dosis einer Covid-19-Vakzine erhalten hatten", schreiben die Autoren der Arbeit. Man habe bei Daten in den Kategorien "geimpft" bzw. "nicht geimpft" unterschieden.

Insgesamt zeigte sich, dass der Anteil der Menschen unter psychischen Belastungen bei den Personen, die zumindest einmal gegen Sars-CoV-2 geimpft wurden, generell niedriger war als bei den nicht Immunisierten.

Klarer Effekt

"Die Berechnungen zeigen im Mittel einen Effekt durch die Vakzine (...) mit einer Reduktion der Häufigkeit zumindest milder depressiver Zustände um einen Prozentpunkt (absoluter Unterschied in Häufigkeit oder Reduktion um vier Prozent relative Häufigkeit; Anm.) und um minus 0,7 Prozentpunkte (oder 15 Prozent Reduktion der relativen Häufigkeit; Anm.) bei den schweren Depressionen", schreiben die Wissenschafter in ihrer Studie.