Um für strategische Zukunftsthemen einen Blick von außen zu erhalten, wird das Rektorat der Medizinischen Universität Wien von einem sechsköpfigen Gremium, dem Scientific Advisory Board, beraten. Neu im Board ist seit 20. Oktober Christoph Huber, Mitbegründer des deutschen Pharmaunternehmens Biontech, das die mRNA gegen Copvid-19 entwickelt hat.

Huber ist Hämatologe, Immunologe, Onkologe und Mitglied zahlreicher Boards und Gremien. In Innsbruck baute er ein Stammzelltransplantations- und Immuntherapie-Programm auf, in Mainz ein international führendes Zentrum für Immun-Onkologie und Stammzelltransplantation. Gemeinsam mit Uğur Şahin und Özlem Türeci gründete er 2001 das Unternehmen Ganymed, das monoklonale Antikörper gegen Tumorantigene entwickelt, 2008 Biontech, das unter anderem genetisch modifizierte Abwehrzellen, mRNA-kodierte Antikörper und mRNA-Impfungen erforscht und den ersten zugelassenen Covid-19-Impfstoff hervorgebracht hat sowie 2010 das gemeinnützige translationale-Onkologie-Institut TRON.

"Die Medizin steht vor einem tiefgreifenden Paradigmenwechsel. Je weiter die Genanalytik voranschreitet, desto besser verstehen wir die Einzigartigkeit von Menschen und ihren Krankheiten. Dadurch sind wir in der Lage, im Rahmen der Präzisionsmedizin individuelle und zielgerichtete Therapien zu entwickeln. Dafür errichtet die MedUni Wien in den nächsten Jahren zukunftsweisende Zentren für Präzisionsmedizin und Translationale Medizin. Ich freue mich sehr, dass ich mit meinen Erfahrungen dazu beitragen darf, dass die MedUni Wien eine internationale Vorreiterrolle auf dem Gebiet der Präzisionsmedizin einnehmen wird", wird Huber in einer Aussendung der Universität zu seiner Berufung in das Beratergremium zitiert.

Das Scientific Advisory Board der Medizinuni Wien berät die Mitglieder des Rektorats in allen wichtigen Fragen zu Klinik, Forschung und Lehre mit dem Ziel der Sicherung der strategischen Positionierung. (red)