Saturn in der Jungfrau steht abends schon tief zwischen Westsüdwesten und Westen in der Jungfrau. Wegen seines Ringsystems erscheint der Planet im Fernglas länglich.

Die Perseiden: In den Nächten vor Mitte August, zwischen Mitternacht und 5 Uhr MESZ, wenn die Morgendämmerung beginnt, zeigen sich Sternschnuppen, die aus dem Sternbild des Perseus zu kommen scheinen - daher ihr Name. Es sind Reste des Kometen P/109 Swift-Tuttle, die er längs seiner Bahn um die Sonne ausgestreut hat und die beim alljährlichen Durchflug der Erde durch diesen Teilchenring mit ihr zusammenstoßen und in der Lufthülle verglühen. Heuer stört leider der Mond, so dass sich weniger Perseidenmeteore als sonst zeigen werden.

Sternbilderhimmel: Unsere Karte gilt für den 7. um 21.50 Uhr und für den 21. um 20.55 Uhr MESZ. Wenn wir sie mit dem Himmel vergleichen wollen, drehen wir sie so, dass die Himmelsrichtung, in die wir schauen, auf der Karte unten liegt. Das Kästchen mit dem S bezeichnet den Saturn und die strichlierte Kreislinie deutet den Zug der Milchstraße an.

Strahlende Sommersterne zieren den abendlichen Augusthimmel: Arkturus im Bärenhüter, Antares im Skorpion, Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler. Deneb hat 56000-fache, Atair dagegen nur 10-fache Sonnenleuchtkraft. Dass beide fast gleich hell erscheinen, liegt an den Entfernungen: Deneb steht 3200, Atair nur 17 Lichtjahre tief im Raum. Atair dreht sich so schnell, dass Aufnahmen mit modernster Technik deutlich seine starke Abplattung zeigen. Alle Daten zu den hellsten Sternen - den "Edelsteinen am Sternenhimmel" - finden sich im Begleitband zum Freiluftplanetarium. Zusendeauftrag ist der Eingang von 13,30 Euro auf PSK-Konto 93053136, BLZ 60000.