Wien. Wegen illegalen Handels mit Kaviar aus Bulgarien und Rumänien steht der Donau-Stör laut WWF vor der Ausrottung. Trotz Schutzmaßnahmen gehe der Handel mit den Eiern der seltenen Fische weiter, zeige eine Studie, hieß es am Montag in einer Aussendung der Tierschützer. Ein Kilogramm der Fisch-Delikatesse wechselt durchschnittlich um rund 6.000 Euro den Besitzer, die Käufer stammten meist aus dem EU-Raum.

Keine Beschlagnahmen gemeldet  
Der WWF forderte daher die EU sowie die bulgarische und rumänische Regierung auf, die Kontrollen zu verschärfen, um die Donau-Fische vor dem Aussterben zu retten. Die Untersuchung von "Traffic" (dem internationalen Artenschutzprogramm des WWF und der Weltnaturschutzunion IUCN) zeige, dass die EU-Behörden in der Zeit von 2000 bis 2009 insgesamt 14 Beschlagnahmen von illegalem Kaviar in Bulgarien und Rumänien meldeten. Die beiden südosteuropäischen Staaten, wo es die einzigen Vorkommen wildlebender Störe in der EU gibt, hätten in dieser Zeit jedoch keine einzige Beschlagnahme gemeldet.