Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat vor den Gefahren durch drei Insektizide für Bienen gewarnt. - © APAweb/EPA/ROLAND WEIHRAUCH
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat vor den Gefahren durch drei Insektizide für Bienen gewarnt. - © APAweb/EPA/ROLAND WEIHRAUCH

Brüssel. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat vor den Gefahren durch drei Insektizide für Bienen gewarnt. Die von der EU-Kommission in Auftrag gegebene Untersuchung habe eine Reihe von Risiken gezeigt, teilte die Behörde am Mittwoch mit.

  Dabei ging es um die Insektizide Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam der Unternehmen Bayer und Syngenta, die zu der Gruppe der Neonicotinoide gehören. Diese Art von Insektiziden stehen seit längerer Zeit im Verdacht, bei Vergiftungen und dem Massensterben von Bienen eine Rolle zu spielen.

Gefährliche kurz- und langfristige Folgen  
Die EFSA-Experten hatten den Auftrag, kurz- und langfristige Folgen für Bienenvölker, Larven und das Verhalten der Tiere zu untersuchen. Aufgrund fehlender Daten konnte die EFSA nach eigenen Angaben nicht alle Analysen endgültig abschließen. Die Behörde kommt dennoch zu dem Schluss: "Die EFSA-Wissenschafter haben etliche Risiken für Bienen durch (die) drei Neonicotinoid-Insektizide ermittelt."

  Ein Sprecher von Gesundheits- und Verbraucherschutzkommissar Tonio Borg wies ebenfalls darauf hin, dass es noch Lücken in den verfügbaren Daten gebe. Dennoch habe die Untersuchung "ziemlich klare" und "beunruhigende" Schlussfolgerungen ergeben über die Auswirkungen dieser Produkte auf Nektar, Pollen und aus Pflanzen austretendes Wasser.

  Die EU-Kommission will nun Bayer und Syngenta schriftlich zu einer Stellungnahme auffordern und das Thema Ende Jänner mit den EU-Ländern diskutieren. Wenn es bewiesenermaßen ein Problem mit diesen Produkten gebe, "wird die Kommission gemeinsam mit den Mitgliedstaaten die notwendigen Maßnahmen ergreifen", sagte der Kommissionssprecher.