Sonnenchronik: Ein wenig sinkt noch die Dauer der lichten Tage im Dezember vom 1. mit 8 Stunden 39 Minuten auf 8 Stunden 21 Minuten am 21. An diesem Tag erreicht die Sonne zur Wintersonnenwende ihre niedrigste Tagesbahn. Um 18.11 Uhr MEZ beginnt der astronomische Winter. Die Sonne steht am Anfang des Tierkreiszwölftels Steinbock. Von da an steigt die Dauer der lichten Tage zunächst langsam bis zum 31. auf 8 Stunden und 25 Minuten. Der früheste Sonnenuntergang des Jahres ereignet sich schon vor dem Winteranfang am 11. Dezember um 16 Uhr, der späteste Sonnenaufgang wird aber erst am 1. Jänner um 7.45 Uhr folgen. In dieser Jahreszeit endet auch die Abenddämmerung schon früh. Die bürgerliche Dämmerung endet, wenn die Sonne 6 Grad unter den Horizont gesunken ist und die ersten Sterne erscheinen. Zu Monatsanfang geschieht das schon um 16.38 Uhr, am Monatsende um 16.46 Uhr. Die nautische Dämmerung endet bei 12 Graden Sonnentiefe und bringt fast volle Nacht. Das ist am Monatsanfang immerhin schon um 17.17 Uhr und am Monatsende um 17.26 Uhr.

Mondchronik: Die Abende am Monatsanfang sind mondlos. Am 4. erscheint der junge Mond als Neulicht tief über dem SW-Horizont. Jetzt steht er auch in Erdnähe. An den folgenden zwei Tagen macht sich der Erdschein auf dem Mond deutlich bemerkbar. Am 9. tritt der Mond an der Grenze zwischen Wassermann und Fischen in das erste Viertel. Am 11. erscheint das Mare Crisium durch die Libration randfern. Vollmond ist am 17. vormittags im Stier. So ein Wintervollmond ist die ganze lange Winternacht hindurch sichtbar und erreicht um Mitternacht im Gegensatz zur Wintersonne eine extreme Höhe im Süden. Am 18. zieht der Mond etwa 5 Grad südlich an Jupiter vorbei. Ein Blick auf die Randgebiete am Mondnordpol ermöglicht sich in den Tagen um den 21. Am 25. wird das letzte Viertel in der Jungfrau erreicht und der Mond zieht neben dem Mars vorbei. Die Mondsichel wird nun von Tag zu Tag schmäler und ist nur mehr in der zweiten Nachthälfte und in den Morgenstunden zu sehen.

Planetenlauf: Merkur zeigt sich noch knapp bis zum 6. tief in der späten Morgendämmerung im Südosten, danach bleibt er für mehrere Monate unsichtbar. Venus steht horizontnah im Südwesten am Abendhimmel und ist täglich gegen Ende der bürgerlichen Dämmerung zu sehen. Am 6. erreicht Venus in dieser Sichtbarkeitsperiode ihren größten Glanz im Schützen. Leider ist ihr Erscheinungsbild heuer durch den tiefen Stand nicht günstig. Mars ist ein Objekt für die zweite Nachthälfte. Er zieht im Laufe des Monats langsam durch das Sternbild Jungfrau. In den Morgenstunden erreicht er im Süden eine große Höhe. Jupiter ist das Glanzlicht des Monats. Er steht im Sternbild Zwillinge - im östlichen Zwilling namens Pollux. Am Monatsanfang geht er gegen 19.30 Uhr im Nordosten auf und steigt in der Nacht bis gegen 2 Uhr Früh hoch in den Süden. Bis Monatsende verfrühen sich die Zeiten um zwei Stunden, Jupiter erscheint dann schon in der Abenddämmerung im Osten, erreicht seinen Höchststand um Mitternacht und bleibt bis zum Morgen in der Westhälfte sichtbar. Saturn ist zum Monatsanfang noch ein schwieriges Objekt in der Morgendämmerung tief im Südosten. Seine Sichtbarkeit wird aber besser. Gegen Monatsende ist er in den Morgenstunden ab 5 Uhr schon mehr als eine Stunde lang niedrig im Südosten in der Waage zu sehen.