Sonnenchronik: Langsam steigt die Dauer der lichten Tage im Jänner, von 8 Stunden 26 am 1. auf 9 Stunden 28 Minuten am 31. Bis zum Erscheinen der ersten Sterne vergehen ab Sonnenuntergang 35 Minuten, dann ist bei 6 Graden Sonnentiefe die Bürgerliche Dämmerung zu Ende. Die Nautische Dämmerung bis 12 Graden Sonnentiefe verkürzt sich ein wenig von 1 Stunde 16 auf 1 Stunde 11 Minuten.

Mit ihrem Ende ist es fast ganz Nacht geworden. Auf See ist dann die Grenze zwischen Himmel und Wasser für die astronomische Navigation gerade noch zu erkennen, und fast alle Sterne sind für das freie Auge sichtbar. Am 4. steht die Erde im sonnennächsten Punkt ihrer nur wenig von der Kreisform abweichenden Bahn und ist dann 147,1 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt, 5 Millionen Kilometer näher als in Sonnenferne am 4. Juli.

Die im Tierkreis umlaufende Erde lässt die Sonne als Wandelgestirn erscheinen. Sie erreicht am 20. um 4.51 Uhr MEZ den Anfang des Tierkreiszwölftels Wassermann. Im Freiluftplanetarium Sterngarten zieht dann mittags die helle Mitte des von der Lochscheibe am Nordmast geworfenen Schattens über die Querspange am Schrägmast, auf der das Wassermann-Symbol und Jan.20 steht.

Mondchronik: Nach dem Neumond am 1. erscheint der Mond als feine Neulichtsichel wieder tief in der Abenddämmerung nahe Südwesten. Am 3. zeigt uns die perspektivische Schwankung der dunklen Mareflecken gegen den Mondrand, die Libration, einerseits seinen Südpol als auch andererseits das kleine Mare Crisium am 7. randfern. Das Erste Viertel tritt am 8. in den Fischen ein und am 13. zieht der Mond in höchster Himmelsbahn vom Auf- bis zum Untergang. Nahe Jupiter finden wir den Mond am 14. und 15., und Vollmond haben wir am 16. in den Zwillingen in Erdferne.

Tags darauf sorgt die Libration für einen randfern erscheinenden Mondnordpol. Nahe Mars steht der Mond am 23. und einen Tag später ist das Letzte Viertel in der Jungfrau erreicht; dann können wir die Libration wegen des Flecks Grimaldi randfern sehen. Am 25. und 26. steht der Mond unweit Saturn und am 27. zieht er vom Auf- bis zum Untergang in niedrigster Himmelsbahn im Schlangenträger. Die zarte Altlichtsichel zeigt sich am 29. nahe Venus tief in der Morgendämmerung im Südosten. Die Erdnähe am 30. und ein zweiter Neumond sind die letzte Mondereignisse im Jänner 2014.