Schon Mr. Spock war Welten voraus. - © 2007 CBS
Schon Mr. Spock war Welten voraus. - © 2007 CBS

Wien. Viele Technologien, die in den Fernseh- und Kinofilmen aus dem "Star-Trek"-Universum gezeigt wurden, sind mittlerweile Realität. Etwa die drahtlose Kommunikation oder tragbare Computer. So erhält die Besatzung schon im Pilotfilm aus dem Jahr 1966 eine Mitteilung auf einem Blatt Papier, das aus einer Maschine geschoben wird. Die ersten Faxgeräte wurden erst 1979 ans Telefonnetz angeschlossen.

Anhand der in den Serien dargestellten Zukunftsvisionen haben Forscher der Meduni Wien nun einen Blick auf die Notfallmedizin im fiktiven 24. Jahrhundert geworfen. Demnach werde ein Herz-Kreislaufstillstand auch in Zukunft mit einer sehr hohen Sterblichkeit verbunden bleiben - jedoch weniger aus internistischen Gründen als dies heute der Fall ist, so die Studienautoren.

So hat das Team um David Hörburger 526 Episoden der TV-Serien "Star Trek - The Next Generation", "Star Trek: Deep Space Nine" und "Star Trek: Voyager" auf das Auftreten von Herz-Kreislaufstillständen hin untersucht. Dabei wurden 96 solcher Fälle dokumentiert und analysiert.

Demnach ist ein solcher Vorfall auch im 24. Jahrhundert mit einer Sterblichkeit von rund 90 Prozent verbunden. Allerdings zeige die Analyse der Darstellung eine deutliche Verschiebung der Ursache von internistischen hin zu traumatologischen Gründen. So sind die Tode weniger durch Herzinfarkte oder -rhythmusstörungen, wie sie die häufigsten Ursachen der Gegenwart sind, hervorgerufen, sondern vielmehr durch schwere Körperverletzungen, Verletzungen durch "Energiewaffen" und Vergiftungen, heißt es in einer Aussendung der Meduni. "Das legt den Schluss nahe, dass die Menschen in Zukunft wesentlich gesünder leben und über eine bessere Präventivmedizin verfügen als wir jetzt", betont Studienleiter Hörburger.

Und noch ein weiteres interessantes Detail konnten die Forscher herausfinden, wie sie im Journal "Resuscitation" berichten. Heutzutage hätten Menschen, die in einem Spital einen Herzstillstand erleiden, die beste Überlebenswahrscheinlichkeit, gefolgt von jenen, denen dieses Schicksal auf der Straße ereilt. Die schlechtesten Aussichten hätten Menschen, die sich zuhause befänden. In der in "Star Trek" dargestellten Zukunft präsentiert sich dies anders. Erklärbar sei dies durch die Technologie des "Beamens" - des blitzschnellen Transports eines Menschen durch Materienübertragung von einem Ort zum anderen. Überdies kamen in der Serie medizinische Handscanner - Tricorder - zum Einsatz und unterstützten bei der Früherkennung.