Sonnenchronik: Die Dauer der lichten Tage steigt weiter rasch - vom 1. mit 12 Stunden 50 bis 30. mit 14 Stunden 28 Minuten. Ab Sonnenuntergang dauert die Bürgerliche Dämmerung bis 6 Grad Sonnentiefe 33 Minuten; dann erscheinen die ersten hellen Sterne hoch am Himmel. Die Dauer der Nautischen Dämmerung bis 12 Grad Sonnentiefe verlängert sich von 1 Stunde 10 auf 1 Stunde 19 Minuten, dann ist es fast ganz Nacht geworden. Die Sonne erreicht auf ihrer den Erdumlauf widerspiegelnden Wanderung im Tierkreis am 20. April um 11.42 Uhr Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) die ekliptikale Länge 30 Grad und damit den Anfang des Tierkreiszwölftels Stier.

Im Freiluftplanetarium Sterngarten Georgenberg kreuzt die helle Mitte des von der Lochscheibe am Nordpfeiler auf den Nordweg geworfenen Schatten die Mittellinie am 20. auf der Querspange mit dem Stiersymbol und der Aufschrift APR 20.

Mondchronik: Der Abend des 1. zeigt uns einen praktisch schon runden Mond, der seine Erdferne im Sextanten durchläuft. Der Vollmond am 4. in der Jungfrau - der Ostervollmond, der erste Vollmond im Frühling. Der darauf folgende Sonntag ist der 5., der Ostersonntag.

Dieser Vollmond bringt eine bei uns leider nicht sichtbare Totale Mondfinsternis. Ihr freisichtiges Sichtbarkeitsgebiet umfasst Teile von Nord- und Südamerika, Zentralamerika, den Pazifik und Australien, die Osthälfte von Asien und einen Teil der Antarktis. Für das freie Auge beginnt sie um 11.50 MESZ, die Mitte der nur wenige Minuten langen Totalität liegt bei 14 Uhr. Das freisichtige Ende findet um 16.10 Uhr statt.

Am 8. und 9. steht der Mond unweit Saturn. Am 10. zieht der Mond in niedrigster Himmelsbahn im Schützen vom Aufgang bis zum Untergang und die Libration, die perspektivische Schwankung der Mareflecken gegen den Scheibenrand, lässt uns den Fleck Grimaldi und tags darauf den Mondsüdpol fernstmöglich vom Mondrand sehen.

Das Letzte Viertel tritt am 12. im Schützen ein. Am 17. durchläuft der Mond seine Erdnähe in den Fischen und zeigt sich als feine Altlichtsichel tief in der Morgendämmerung im Osten letztmals vor dem Neumond am 18. Die zarte Neulichtsichel ist dann wieder tief in der Abenddämmerung des 19. nahe Westen zu sehen. In höchster Himmelsbahn zieht der Mond am 23. im Orion vom Auf- bis zum Untergang und die Libration sorgt dafür, dass das kleine Mare Crisium fernstmöglich neben dem oberen rechten Mondrand erscheint. Tags darauf lässt uns die Libration den Mondnordpol so weit als möglich neben dem Mondrand sehen. Nahe Jupiter erreicht der Mond im Krebs sein Erstes Viertel und am 29. steht er im Löwen nochmals im April in Erdferne.