Planetenlauf: Merkur ist ab 19. tief in der Abenddämmerung im Westnordwesten zu sehen. Er zieht vom Widder in den Stier. Venus strahlt abends hoch zwischen Westen und Westnordwesten und wandert von den Fischen in den Walfisch und nochmals in die Fische sowie weiter durch den Widder bis in den Stier. Mars im Widder kann noch bis zum 16. tief in der Abenddämmerung im Westnordwesten aufgesucht werden. Jupiter leuchtet um Mitternacht hoch zwischen Westsüdwesten und Westen aus dem Krebs. Saturn steht um 1 Uhr tief zwischen Südosten und Südsüdosten im Skorpion.

Meteorströme: Zwischen 16. und 25. zeigen sich die Lyriden, so genannt, weil diese Sternschnuppen aus dem Sternbild Leier auszustrahlen scheinen. Ihr Maximum am 22. bringt 18 Sternschnuppen pro Stunde. Die Erde durchfliegt die Raumbahn des Kometen 1861 G1 Thatcher und seine in der Bahn ausgestreuten Teilchen verglühen im Zusammenstoß mit der Erde. Ab 19. gibt es weitere Sternschnuppen aus dem Wassermann bei Eta - die Eta-Aquariden. Da sind Teilchen des Kometen P1/Halley im Spiel. Ihr Maximum wird am 6. Mai mit ca. 45 pro Stunde eintreten. In beiden Fällen kann es langweilig werden, denn es kann einige Minuten dauern, bis sich eine Sternschnuppe zeigt, aber es kann auch die eine oder andere helle dabei sein.

Wichtig ist dunkler, klarer Himmel. Günstig ist die Beobachtung etwa vor Beginn der Morgendämmerung um 5 Uhr. Im Freiluftplanetarium Sterngarten kann man auf seiner Plattform liegen.

Sternenbilderhimmel: Unsere Sternkarte gilt für den 6. April um 21.54 Uhr und für den 25. um 20.39 MESZ. Sie muss so gehalten werden, dass die Himmelsrichtung, in die man schaut, unten liegt. Die Markierungen mit V bzw. J gelten für Venus bzw. Jupiter. Der flache strichlierte Kreisbogen deutet den Zug der Milchstraße an.

Die an dunklen, klaren Abenden wenigstens in ihren hellsten Teilen im Schwan sichtbare Milchstraße verdeckt mit ihren Stern- und Nebelwolken den Blick in größere Raumtiefen. Jetzt steht aber am Abend die Raumgegend über der flachen Milchstraßenscheibe hoch zwischen Bootes und Löwe über uns und gibt den Blick in größere Raumtiefen frei. In der Tat zeigen tiefreichende Himmelsaufnahmen dort ganze Zusammenballungen von Milchstraßensystemen.

Der Frühlingshimmel hat sich schon fast entfaltet - zwischen Osten und Süden finden wir den Bärenhüter Bootes, die Jungfrau und den Löwen. Im Südsüdwesten bis Westen steht das große Sechseck um Orion schon tief.

Freiluftplanetarium: Sa., 11.4., 19 Uhr Stadtlokal, Walfischgasse 12, Festsaal: Die Rettung der Phänomene (Norbert Pachner). Sa., 18., 21 Uhr Freiluftplanetarium: Sternabend mit Venus und Jupiter (Franz Vrabec). Teilnahme beide Male frei, Spenden erbeten.