Wie viele Patienten hatten Sie in dieser Zeit? Wie hoch ist die Erfolgsrate?

Insgesamt waren es einige Tausend Patienten. Bei einem vollkommen unselektierten Patientengut - es wird niemand abgelehnt - haben wir Ein-Jahres-Erfolgsraten in der Nähe von 70 Prozent. Diese Patienten haben überhaupt kein Vorhofflimmern mehr. Ein Patient, der einmal eine Episode von Vorhofflimmern hat, die länger als 30 Sekunden dauert, bedeutet für uns einen Therapieversager. Fast die Hälfte der Patienten, die nach der Prozedur wieder Vorhofflimmern haben, rund 15 Prozent, haben das in einer Weise, dass sie mit dem Therapieergebnis hochzufrieden sind. Die anderen kommen zu einem weiteren Eingriff, die Dritteingriffsrate liegt bei drei bis vier Prozent, und dann gibt es Patienten, die mehr als drei Eingriffe haben. Mit jedem Eingriff treibt man die Erfolgsrate höher.

Zu welchem Lebensstil raten Sie, um Vorhofflimmern zu vermeiden?

Was zum Herzinfarkt führt, führt auch eher zum Vorhofflimmern. Ich rate: Man führt ein aktives Leben, macht Bewegung, verhindert Fettleibigkeit und Zuckerkrankheit, kontrolliert die Blutfette und bemüht sich um einen optimalen Blutdruck. Diese Lebensstilmodifikationen sollte man einhalten, um kein Vorhofflimmern zu kriegen. Ist das die Garantie, dass man es nicht kriegt? Da muss ich sagen: leider nein.