Wien. Mit seinen leuchtend gelben Flecken auf der glänzend schwarzen Haut ist der Feuersalamander unverwechselbar. Die Rückenzeichnung ist bei jedem Tier individuell verschieden, wie der Fingerabdruck beim Menschen. Seinen Feinden wie Füchsen, Hunden und Katzen signalisiert er damit: Ich bin giftig. Nun wurde das Tier zum "Lurch des Jahres" gewählt.

Wie alle heimischen Amphibien ist der Feuersalamander streng geschützt, und er ist in der nationalen Roten Liste als "potenziell gefährdet" eingestuft. Mit der Wahl zum "Lurch des Jahres 2016" wollen die Deutsche und die Österreichische Gesellschaft für Herpetologie auf ihn aufmerksam machen, gab der Tiergarten Schönbrunn am Dienstag bekannt.


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Gesellschaft für Herpetologie
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Winterruhe

Viel mitbekommen wird der Feuersalamander von seiner Auszeichnung jedoch nicht: "Auf unserem Naturerlebnisweg, der heimische Tierarten zeigt, gibt es auch ein Terrarium mit Feuersalamandern. Allerdings halten die Tiere bereits Winterruhe", sagte die Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.

Für den Menschen ist ein Kontakt mit dem giftigen Hautsekret harmlos. Der deutsche Name geht auf den Aberglauben zurück, dieser Salamander würde Feuer überleben und sein Gift die Glut löschen. Der Lebensraum des Feuersalamanders sind Laub- und Mischwälder mit Bächen, in denen die Weibchen ihre Larven absetzen. Er ist auch im Wiener Wald heimisch. Der Erhalt naturnaher Waldlebensräume ist die wichtigste Maßnahme zum Schutz des Feuersalamanders.