Das Kuschelhormon Oxytocin beeinflusst viele Aspekte des Sozialverhaltens des Menschen. Dass es sich tatsächlich um ein klares Sozial-Hormon handelt, belegt nun eine Studie. Demnach steigert Oxytocin speziell die Spendenbereitschaft für humanitäre Projekte – nicht aber für ökologische.
Den 172 Probanden standen beim Experiment zwei Spendenprojekte zur Auswahl. Ein ökologisches zur Regenwaldaufforstung im Kongo und ein soziales Vorhaben, mit dem die Lebensgrundlagen von Ureinwohnern im Kongogebiet verbessert werden sollten. Anhand von Speichelproben testeten die Forscher während des Versuchs den natürlichen Oxytocinspiegel der Probanden. Bei jenen Versuchsteilnehmern, bei denen während des Experiments die Hirnanhangdrüse eine größere Menge des Kuschelhormons ausschüttete, spendeten großzügig für das soziale Projekt. Wenn für ökologische Projekte Unterstützung benötigt wird, wollte die soziale Borschaft des Vorhabens in den Vordergrund gestellt werden, schlussfolgern die Forscher.