San Diego/Wien. (gral) Ein jagender Delfin produziert einen Strom an Klicklauten, die ihm helfen, die Geschwindigkeit, Richtung und Entfernung seiner Beute zu bestimmen. Forscher haben nun herausgefunden, wie die charismatischen, marinen Säugetiere diese Sonarlaute von sich geben. Dazu entwickelten sie ein Modell, das sie beim Meeting der Acousting Society of America präsentierten.

"Laute, hochfrequente Geräusche hervorzubringen, ist schwieriger, als man denkt", erklärte Aaron Thode vom Scripps Institute of Oceanography in San Diego. Nasse, klebrige Oberflächen, wie sie ein Delfin in seinem Nasengang hat, könnten dem dienlich sein, so der Forscher. Darin befinden sich Gewebeklumpen, die aneinanderstoßen und vibrieren. Sie produzieren die delfintypischen Klick-, Zirp- und Pfeifgeräusche. Die Details, die sich im Nasengang abspielen, sind allerdings unklar.

Die Forscher nahmen ein Netzwerkmodell für Stimmbänder zu Hilfe und fanden heraus, dass die Schleimbeschichtung im Nasengang der Delfine die Bewegungen des Gewebes und damit auch die Geräusche beeinflusst. Das Modell könnte Forscher auf den Weg bringen, besonders hochfrequente Töne zu erzeugen.