Wien. Mit einer guten Nachricht zum Tag meldet sich ein internationales Wissenschafterteam im Fachblatt "Nature Climate Change": "Die Emissionen fossiler Brennstoffe stagnieren seit drei Jahren in Folge", berichtet Robert Jackson vom Department of Earth System Science at Stanford’s School of Earth, Energy & Environmental Sciences. Diese Entwicklung gilt als überraschender Erfolg, dennoch sei es nötig, die Emissionen nicht nur zu halten, sondern zu reduzieren, um die Klimaziele des Pariser Einkommens aus dem Jahr 2015 erreichen zu können.

Für die Stagnation verantwortlich sei ein geringerer Kohleverbrauch in China und den USA. Während im Reich der Mitte in den vergangenen drei Jahren der Bedarf nach Zement, Stahl und anderen Produkten mit hohem Energieaufwand eingebrochen ist, kommen in den Vereinigten Staaten mehr Erdgas und erneuerbare Energien zu Einsatz. Um eine Reduktion zu erreichen, sei es nötig, entweder generell viel weniger fossile Brennstoffe zu verheizen oder Kohlendioxid aus der Atmosphäre zu entfernen, schreiben die Studienautoren.

Meereis dehnt sich aus

Und noch eine zweite Tatsache überrascht die Forscher: Trotz des Klimawandels hat sich das antarktische Meereis in den vergangenen Jahrzehnten ausgedehnt. Der Grund dafür liege deutschen Forschern zufolge aber gerade in der menschengemachten Erderwärmung. So sei denkbar, dass Veränderungen, die der Treibhauseffekt auslöse, die üblicherweise in Richtung Antarktis wehenden warmen Nordwinde blockierten. Ob das in vielen gängigen Klimamodellen vorhergesagte Abschmelzen des antarktischen Meereises eventuell sogar ausbleiben könnte, sei allerdings nicht prognostizierbar. Es bestehe allerdings "Anlass zur Hoffnung", so die Forscher im Fachblatt "Scientific Reports".